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Blutsauger mit gefährlicher Fracht
7. March 2007
Schon beim Gassi gehen mit dem Hund treffen wir auf Parasiten, die gefährliche Erreger in sich tragen.
Leverkusen – Zecken im Karneval und Mückenstiche zur Adventszeit: Das Wetter hält sich nicht an die Jahreszeiten und die Parasiten ebenso wenig. Damit bekommt Deutschland in diesem Frühjahr einmal mehr eine unangenehme Begleiterscheinung des Klimawandels zu spüren. Aber Zecken und Mücken sind nicht nur lästig – die so genannten Ektoparasiten können auch gefährliche Infektionserkrankungen übertragen. Besonders Hunde sind bedroht und geeignete Schutzmaßnahmen für sie werden immer wichtiger.
Für 2007 erwarten viele Experten hierzulande eine Zecken- und Mückenplage. Lange warme Sommer und zunehmend milde Winter haben dazu geführt, dass die Zahl der Blutsauger in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Auch die WHO vermutet in ihrem Bericht "Global environmental change", dass eine der ersten Auswirkungen der Klimaerwärmung in einer weltweiten Vermehrung und Ausbreitung der Parasiten sowie der durch sie übertragenen Krankheiten bestehen könnte.
Wurden blutsaugende Parasiten früher nur als äußerst störend empfunden, ist die Öffentlichkeit durch die immer häufiger auftretenden FSME-Erkrankungen im Süden Deutschlands bereits sensibilisiert. Im Jahr 2006 wurden dem Robert-Koch Institut 541 Fälle der gefährlichen Hirnhautentzündung gemeldet. Zudem sind Zecken Überträger für eine Vielzahl von Erregern. Denn während des oft tagelangen Blutsaugens können Einzeller, Bakterien und Viren über den Speichel der Parasiten in die Blutbahn gelangen. Professor Heinz Mehlhorn, Parasitologe an der Universität Düsseldorf, kennt die gefährliche Fracht der Zecken: „FSME ist nur die Spitze des Eisbergs.“ Vor allem Tiere seien durch die Parasitenzunahme gefährdet. Schon längst suchen sich Zecken neben ihren natürlichen Wirtstieren, wie Nagetieren und Rotwild, auch andere Opfer. Dabei sind vor allem Hunde von Infektionserkrankungen wie Borreliose, an der auch Menschen erkranken können, betroffen. „Nahezu jeder Tierarzt hat inzwischen Tiere mit Borreliose-Symptomen in seiner Praxis“ weiß Prof. Mehlhorn.
Doch inzwischen gibt es auch hierzulande Blutsauger, die uns und unseren Vierbeinern früher nur im Sommerurlaub zu nahe gekommen sind. Beim gemeinsamen Joggen durch den Park oder beim Waldspaziergang treffen wir fremde Parasiten, die neue und gefährliche Erreger in sich tragen. Dr. Torsten Naucke, Parasitologe am Universitätsklinikum Bonn, führt als Beispiel die Babesiose, an, die oft auch Hunde-Malaria genannt wird: „Babesiose wird durch die Auwaldzecke übertragen und endet bei Nichtbehandlung tödlich.“ Vor einigen Jahren noch nahezu unbekannt, lauert die Zecke heute schon in weiten Teilen Deutschlands auf ihre Opfer. Dr. Naucke: „Vor zwei Jahren gab es eine regelrechte Hysterie im Berliner Raum, und auch im Saarland sind bereits hunderte erkrankte Hunde dokumentiert.“
Eine noch größere Gefahr droht jedoch von einem ganz anderen Blutsauger: Die Sandmücke hat sich aus dem südeuropäischen Raum entlang des Rheins nach Deutsch-land vorgearbeitet. Besonders in alten Gemäuern, Scheunen und Kellern versteckt sich die winzige Mücke gerne tagsüber. Sie sucht sich ihre Opfer nachts – vor allem Hunde, die sich abends noch draußen aufhalten, sind bedroht. Sandmücken übertragen die Erreger der Leishmaniose, die nicht nur für Hunde lebensbedrohlich sind, sondern auch den Menschen befallen können. Dr. Naucke kennt bereits elf Leishmaniose-Fälle, bei denen sich Mensch und Tier hierzulande infiziert haben. Die weitaus größte Zahl infizierter Hunde gelangt jedoch aus dem Ausland zu uns, wie Dr. Naucke verdeutlicht: „Durch den Import von infizierten Hunden aus Süd- oder Osteuropa werden fremde Krankheiten wie Leishmaniose und Babesiose eingeschleppt. Jedes dieser Tiere stellt ein Erregerreservoir dar und kann die Ausbreitung der Erkrankung fördern.“
Für Prof. Mehlhorn ist ein wirksamer Schutz der Hunde dringend erforderlich. „Die regelmäßige Anwendung mit repellierenden Ektoparasitenmitteln reduziert die Erreger-Übertragung von Zecken, Mücken oder Flöhen deutlich. Die klimatischen Veränderungen machen auch in Deutschland immer längere Anwendungszeiträume bis hin zum Ganzjahresschutz notwendig.“ Repellierende Mittel halten die Parasiten fern bevor sie saugen können. Enthalten diese Präparate zusätzlich eine insektizide Komponente, werden die Parasiten bei Kontakt getötet.
Um der zunehmenden Gefahr durch Parasiten zu begegnen, stehen Tierarzt und Tierhalter wirksame Mittel zur Verfügung. Prof. Michael Londershausen, Leiter der Abteilung für Forschung und Entwicklung bei Bayer Animal Health: „Bayer hat in den letzten Jahren durch umfangreiche Forschung Behandlungsmöglichkeiten gegen alle wichtigen Parasiten entwickelt. Neben der Wirksamkeit der Substanzen stand dabei auch die leichte Anwendbarkeit und die hohe Sicherheit für den Tierhalter im Fokus unserer Anstrengungen.“
Der Schutz vor Flöhen, Zecken und Mücken ist wichtig. Tierhalter sollten ihren Tierarzt zu Rate ziehen und ihren Vierbeiner regelmäßig mit repellierenden Substanzen behandeln.
Hundedecke, Teppich oder Sofa bieten perfekte Lebensräume für manche Parasiten, die Tier und Mensch gefährlich werden können.
Zecken sollten vorsichtig mit einer feinen Pinzette entfernt werden. Wer sich nicht sicher ist, die Zecke richtig entfernen zu können, sollte einen Arzt aufsuchen.
Sandmücken übertragen die Erreger der Leishmaniose, die nicht nur für Hunde lebensbedrohlich sind, sondern auch den Menschen befallen können.Über die Bayer HealthCare AG:
Bayer HealthCare ist eine Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Diabetes Care sowie Pharma. Die Aktivitäten des Pharmageschäfts firmieren unter dem Namen Bayer Schering Pharma AG.
Ziel von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Die Bayer Vital GmbH ist die deutsche Vertriebsorganisation der Bayer HealthCare AG.
Die Division Animal Health gehört mit einem Umsatz von 856 Millionen Euro (2005) und 3.000 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Tierarzneimittel¬unternehmen. Die Division produziert und vertreibt rund 100 verschiedene Arzneimittel und Pflegeprodukte für lebensmittelliefernde Tiere und Hobbytiere (Hund, Katze, Pferd).
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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In alten Gemäuern halten sie sich besonders gern auf, die hinterhältigen Blutsauger